27. September 2021 – von Sarah Fartuun Heinze

Mein Tag beginnt mit Weltenwandel. Dröhnen. Berlin. uff. Ich suche den Schalter an der Stelle meines Hinterkopfes die sicherlich nur deswegen so zuverlässig schmerzt seitdem ich dieser Tage in Berlin lebe und (lohn-)arbeite, weil dort die Schaltzentrale des komplizierten Mechanismus sitzt der dafür sorgt, dass ich gut für mich sorgen kann : In dieser wilden... Weiterlesen →

27. September 2021 – von Rina Konrad

Beim Aufwachen vermisse ich K so sehr, dass es mir ein Loch in den Bauch reißt. Habe glaube ich von ihm geträumt. Erinnere mich, wie ich mit meiner Schwester in unserem alten Kinderzimmer war, aus ihrem mp3 Player kam absolut nervtötende Popmusik. Aber da war das Loch schon da. Davor waren wir unterwegs gewesen, draußen,... Weiterlesen →

27. September 2021 – von Herb Roger

Die Kleine (1 Jahr alt) war nachts zwei Stunden wach und entsprechend fit bin ich beim Aufstehen.... Es ist schon erstaunlich wie andauernder Schlafmangel das Gedächtnis zu zersetzen scheint - oft weiß ich schon am Abend nicht mehr, was ich morgens gemacht habe, geschweige am Morgen des vorigen Tages... Nach dem Frühstück mit beiden Kindern... Weiterlesen →

27. September 2021 – von Sus Hösel

Bis nach Mitternacht lese ich Gusel Jachina, Suleika öffnet die Augen. Bis Krasnojarsk bin ich schon gekommen, ein bisschen fassungslos und voller Bewunderung. So fieberhaft und ausdauernd habe ich lange nicht gelesen, sehe Sibirien an mir vorbeiziehen, seit Tagen Petr Leschenko im Ohr: Сибирь ведь тоже русская земля, Sibirien ist schließlich auch russische Erde. Ich... Weiterlesen →

27. September 2021 – von NadineG

In der Nacht kracht ein Gewitter über der Stadt. Ich lausche, aber keines der Kinder wird wach. Und auch von unserer 95-jährigen Nachbarin, die in den letzten Tagen unter Zuständen der Verwirrung litt, ist nichts zu hören. Vorgestern hat sie um 4 Uhr nachts mit einem Fleischklopfer („gute DDR-Qualität“) an die Tür gehämmert und sich... Weiterlesen →

27. September 2021 – von Cornelia

Schon wieder läuft die Waschmaschine frühmorgens. Das monotone Rumpeln stört mich. An keinem Arbeitsplatz, den ich je hatte, ist es so still, wie an meinem Schreibtisch an einem Regentag, wenn die Balkontüre und die Fenster geschlossen sind. Trotzdem ist es mir zu laut. Zu unruhig. Zu. Anschreiben gegen die Stille ist manchmal anstrengender als gegen... Weiterlesen →

27. September 2021 – von Viktor Funk

Du liegst jetzt in einer Jugendherberge etwa 60 Kilometer von zu Hause entfernt und schläfst. Jedenfalls hoffe ich, dass du schläfst. Es ist immerhin schon 23.09 Uhr an diesem 27. September. Wie aufgeregt du gestern warst – deine erste Klassenfahrt. Zweimal wurdest du enttäuscht, als die Fahrt wegen Corona einmal und dann noch einmal verschoben... Weiterlesen →

27. September 2021 – von @nahtzugabe

Mein 27. September 2021 beginnt um Mitternacht, als ich den Geschirrspüler ausräume und mir noch ein Käsebrot mache. R. und ich hatten den Wahlabend bei Freund K. vor dem Fernseher verbracht und bei K. hatte es nichts zu essen gegeben, da wir uns kurzfristig verabredet hatten. Gerade sind die Zahlen in den Hochrechnungen gekippt –... Weiterlesen →

27. September 2021 – von chrinamu

Der Morgen beginnt mit Katerstimmung. Wir haben den Wecker bereits auf eine Stunde später als sonst gestellt, er klingelt um 7 Uhr; trotzdem sind wir müde. Am Vortag waren der Liebste und ich beide als Wahlhelfer*innen im Einsatz, haben also von 8 bis 13 Uhr im Wahllokal gesessen und durch die FFP2-Maske hindurch möglichst laut... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Juna Grossmann

Endlich wieder lange, fast 10 Stunden, geschlafen. Es war kalt in der Nacht. Kein Meer rauschte, kein wärmender Sonnenschein. Urlaub zuhause. Wenigstens ist die Migräne weg. Nachrichten gelesen. Die TAZ schreibt in einem Artikel über das Coronavirus in Süd-Korea, dass einer der Hotspots eine „Schwulen-Bar“ war. Den Artikel habe ich nicht zu Ende gelesen. Wenn... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Rina Konrad

Im Traum merke ich irgendwann, dass wir zu viele Leute sind, wir sind zu sechst und mehr als drei Haushalte und wir sitzen alle an einem Tisch zum Abendessen. Nicht mal das Fenster ist offen. Ich muss glücklicherweise nochmal weg, bin mit A. an der Stiftskirche verabredet. Es dämmert schon. Ich renne die Altstadt hoch... Weiterlesen →

27. September 2020 – anonym

Der Tag fängt zu früh an für einen Sonntag. Um Punkt 8 Uhr bin ich wach und auch ich scheine, je älter ich werde, um so früher aufzuwachen. Ein erster Blick fällt auf mein Handy und die sozialen Netzwerke. Meine Timeline ist durchzogen von Frustration bezüglich der Nominierung dieser „christlich“ erzkonservativen Richterin und den möglichen... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Herb Roger

Ich stehe morgens um viertel vor sechs mit der Kleinen auf, meine Frau darf liegenbleiben mit unserem Großen, natürlich schläft er bis viertel nach acht, was Rekord ist für das dritte Quartal. Wenn ich liegenbleiben darf mit einem Kind, dann wacht es immer nur wenig später auf, irgendwie unfair; aber irgendwie sind die zweieinhalb Stunden... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Cornelia

Ich hätte ja nicht gefeiert. Nicht während einer Pandemie. Und eigentlich überhaupt nicht. Aber zum einen hatte das Kind für sich selbst entschieden und zum anderen hielt die Pfarre nichts davon, die Erstkommunion ein zweites Mal zu verschieben. Ich hätte ja nicht gefeiert, denke ich also, während wir abends am Balkon stehen, nachdem wir die... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Sus Hösel

Der Tag beginnt um kurz vor sieben mit der Katze, die mir ins Gesicht schnüffelt und auf dem Bett herumspringt. Sie will fressen. Auf dem Weg in die Küche breitet sie einen dichten, dunklen Klangteppich von Schnurren vor mir aus, durchsetzt mit hellem Gemaunze. Danach haue ich mich nochmal ins Bett und werde nach zehn... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Lydia Zoubek

Es ist ca. fünf Uhr, als ich den Wecker meines Sohnes im Nebenzimmer höre. Der muss nämlich heute ab sechs Uhr auf der Arbeit sein. Und da ich schon mal wach bin, beschließe ich mit ihm aufzustehen und einen Kaffee zu trinken. Als er um kurz vor sechs das Haus verlässt, überlege ich einen Moment... Weiterlesen →

27. September 2020 – von MdbdesGrauens

Es gibt keine Worte mehr. Also es gibt sie noch, aber sie bedeuten nichts mehr. Jedenfalls nicht das, was sie sollen. Was ich will, dass sie bedeuten. Was ihr wollt, dass sie bedeuten. Ich schaue auf die WhatsApp-Nachricht einer Person, der ich vor Jahren noch sehr nahe war. Ob wir uns treffen wollen. Bisschen im... Weiterlesen →

27. September 2020 – von @nahtzugabe

Ich wache ohne Wecker um halb neun auf. Der Mann ist schon wach, zieht die Vorhänge auf und öffnet das Fenster. Kühle, nach feuchter Erde, Pappellaub und Lavendel riechende Luft strömt wie eine Flüssigkeit ins Zimmer. Krähen und Elstern krächzen nur ab und zu, es ist bedeckt und sehr still. Noch ein bisschen die Augen... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Christina Dongowski

Eigentlich hätte ich heute die Polit- & Kirchenprominenz Baden-Württembergs live erleben sollen, aber daraus ist nix geworden: 75 Jahre Evangelische Akademie Bad Boll. Stattdessen seit Freitag Erkältungssymptome, am Samstag dann mit Niesen und Nase laufen (immerhin nicht die gerade kursierende Pest, da hatte ich tatsächlich Schiss vor) – und dann auch direkt abgesagt. Auch weil... Weiterlesen →

27 September 2020 – von Gruschenka

Es ist 2020, das Jahr mit Corona. Nun sitze ich hier und soll einen Tagebucheintrag schreiben. Dabei bin ich mir sicher: Ich gehöre hier nicht hin. Hier schreiben Menschen, die das Schreiben mehr oder weniger professionell machen, die es gelernt haben, die damit manchmal Geld verdienen. Und ich? Ich schreibe Tweets. Und die nicht mal... Weiterlesen →

27. September 2020 – von NadineG

Ich wache in A’s Bett auf und W. liegt neben mir. Bin wohl im Halbschlaf ins Kinderzimmer gewankt, weil mal wieder alle übereinander lagen. Und das bei der rar gesäten Zeit, die S. und ich haben. Wir sehen ihn zur Zeit nur alle ein bis zwei Wochen für 1,5 Tage, er ist in Drehvorbereitung in... Weiterlesen →

27. September 2020 – von Viktor Funk

Wann ist das eigentlich passiert? Hm, das muss ein paar Monate her sein. Da muss es einen Moment gegeben haben, als sich Flucht in Freude verwandelte. März? Ne, das ist zu früh. April, irgendwann im April. Ja, das kommt hin. Irgendwann im April habe ich gespürt, dass ich nicht mehr laufe, weil ich vor etwas... Weiterlesen →

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